Digitale Souveränität als Bestandteil der kommunalen Resilienz Strategie (13.02.2026)
Die Handlungsfähigkeit der Stadt Ulm hängt heute in hohem
Maße von funktionierenden digitalen Systemen ab. Verwaltung,
Krisenkommunikation und politische Entscheidungsprozesse sind ohne eine stabile
IT-Infrastruktur nicht denkbar.
Gleichzeitig entstehen durch die starke Abhängigkeit von
einzelnen Software- und Cloud-Anbietern neue Risiken, gerade im Kontext der
aktuellen, politische Weltlage. Änderungen von Nutzungsbedingungen,
Sicherheitsvorfälle oder rechtliche Zugriffsmöglichkeiten auf Daten können die
Arbeitsfähigkeit der Verwaltung unmittelbar beeinträchtigen.
Digitale Souveränität bedeutet dabei ausdrücklich keinen
kurzfristigen oder vollständigen Systemwechsel. Ziel ist vielmehr, kritische
Abhängigkeiten zu erkennen, zu reduzieren und zukünftige zu vermeiden. Und das,
ohne die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung zu gefährden. Erfahrungen anderer
Kommunen (zB. das Projekt LiMux) zeigen, dass hierfür ein schrittweises und
pragmatisches Vorgehen notwendig ist.
Wir sehen derzeit ein europäisches Momentum für die
erfolgreiche Stärkung digitaler Souveränität in der öffentlichen Verwaltung.
Dieses Momentum gilt es auch in Ulm zu nutzen, um digitale Abhängigkeiten
vorausschauend zu reduzieren und die kommunale Handlungsfähigkeit langfristig
zu sichern.
Vor diesem Hintergrund beantragen wir:
Die Stadt Ulm verankert das Ziel der digitalen Souveränität
explizit als Bestandteil ihrer kommunalen Resilienz Strategie. Wir bitten um
eine Behandlung in der kommenden Sitzung zum Thema.