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Schuldnerberatung (24.11.2025)

Yelizaveta Strelkowa

© Gruene Fraktion Ulm

Die Preise für Lebensmittel, Wohnraum, Krankenversicherungen und viele weitere grundlegende Lebensbereiche sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der überschuldeten Menschen spürbar zu: Laut dem aktuellen „Schuldneratlas“ der Wirtschaftsauskunftei Creditreform sind in diesem Jahr rund 111.000 Personen mehr verschuldet als im Vorjahr – ein Höchststand wie zuletzt im Jahr 2016.

Vor diesem Hintergrund sehen wir die geplante Streichung von 0,8 Vollzeitäquivalentstellen im Bereich der Schuldnerberatung zur Haushaltskonsolidierung als nicht tragbar. Menschen, die aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Gefahr laufen, ihren Wohnraum oder Arbeitsplatz zu verlieren, benötigen schnelle und verlässliche Unterstützung, um Arbeits- und Obdachlosigkeit zu verhindern. Verlängerte Wartezeiten infolge einer Personalreduzierung könnten dazu führen, dass Schuldensituationen sich deutlich verschlechtern und Menschen schneller in existenzielle Krisen rutschen. 

Aus diesem Grund beantragen wir die Aussetzung der geplanten Streichung von 0,8 Vollzeitäquivalentstellen im Bereich der Schuldnerberatung. Wir sind überzeugt, dass Einsparungen in der Schuldnerberatung die Stadt Ulm langfristig höher belasten würden, als sie kurzfristig entlasten, etwa durch eine weitere Zunahme von Obdachlosigkeit und deren weitreichende Folgen.