Feuerwehrgerätehäuser (01.12.2025)
© Gruene Fraktion Ulm
Die Stadt Ulm erhält in den kommenden Jahren deutlich mehr Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes als ursprünglich angenommen. Für den Zeitraum 2026 bis 2029 stehen uns 31,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist zwar nur ein kleiner Teil unseres gesamten Investitionsvolumens, aber es eröffnet die Chance, längst überfällige Maßnahmen endlich umzusetzen.
Eine dieser Maßnahmen ist das Sanierungsprogramm für die Feuerwehrgerätehäuser in den Ortschaften, dass der Gemeinderat 2017 beschlossen hat. Die fachliche Grundlage liegt vor, die Standards sind definiert, die Notwendigkeit ist unbestritten. Nur umgesetzt wurde bislang fast nichts, denn das Geld war immer zu knapp.
Dabei sind die Defizite bekannt: fehlende Schwarz-Weiß-Trennung, beengte und unsichere Fahrzeughallen, keine ausreichenden Umkleiden für Frauen und Jugendfeuerwehr, fehlende Abgasabsaugungen, mangelnde Sanitär- und Schulungsräume. Das sind nicht nur Komfortfragen, sondern sicherheitsrelevante Mindeststandards, die wir seit Jahren nicht erfüllen.
Gerade in Zeiten zunehmender Hitzeereignisse, Starkregen, Hochwasser und Vegetationsbrände brauchen wir verlässliche Strukturen im Katastrophenschutz. Wir können nicht einerseits ständig die Bedeutung der Krisenfestigkeit betonen und andererseits diejenigen hängen lassen, die sie im Ernstfall schultern.
Deshalb beantragen wir: Die Stadt nutzt einen Teil der Mittel aus dem kommunalen Anteil des Sondervermögens, um das Sanierungskonzept von 2017 vollständig umzusetzen und alle noch ausstehenden Feuerwehrgerätehäuser zügig zu ertüchtigen.
Das Programm ist klar definierbar, planbar und seit Jahren entscheidungsreif. Es schafft Sicherheit, stärkt das Ehrenamt und stellt die Feuerwehr in den Ortschaften endlich so auf, wie es der Gemeinderat bereits 2017 für notwendig erklärt hat. Die Feuerwehr wartet seit acht Jahren. Mit den Mitteln aus dem Sondervermögen können wir dieses Versprechen endlich einlösen.