Einführung eines Bezirksbeirats für die Stadtteile der Stadt Ulm (10.11.2025)
© Gruene Fraktion Ulm
Die Stadt Ulm wächst stetig und zeichnet sich durch eine
vielfältige Stadtgesellschaft mit unterschiedlichen Bedürfnissen in den
Stadtteilen aus. Die damalige RPG und das heutige Stadtteilforum haben wichtige
Grundsteine gelegt um die Bürgerinnen und Bürger in kommunale
Entscheidungsprozesse einzubinden und eine bessere Repräsentation der einzelnen
Stadtbezirke zu gewährleisten. Der Nachteil ist aber, dass ein Stadtteilforum
im Gegensatz zum Ortschaftsrat nach Gemeindeordnung kein demokratisch gewähltes
Gremium ist, daher ist die Einführung eines Bezirksbeirats (wie von Mitgliedern
des Stadtteilforum Wiblingen gefordert) der nächste notwendige Schritt.
Ein Bezirksbeirats kann die Interessen der Bürgerinnen und
Bürger der jeweiligen Stadtteile gegenüber der Stadtverwaltung und dem
Gemeinderat vertreten, Anregungen und Empfehlungen zu örtlichen Angelegenheiten
geben, zur Stärkung der lokalen Demokratie und Bürgerbeteiligung beitragen
sowie die Kommunikation zwischen Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft noch
weiter verbessern.
Zahlreiche andere Städte in Baden-Württemberg verfügen
bereits über Bezirksvertretungen oder Bezirksbeiräte, die sich in der Praxis
als wirkungsvolle Organe der Bürgernähe und Mitbestimmung bewährt haben.
Daher wird die Stadtverwaltung gebeten zu prüfen:
- welche gesetzlichen Grundlagen (insbesondere nach der Gemeindeordnung Baden-Württemberg) eine Einführung ermöglichen,
- welche Modelle (z. B. beratender Bezirksrat, gewählter Bezirksbeirat) in Betracht kommen,
- welche organisatorischen und finanziellen Auswirkungen entstehen würden.