ÖPNV-Einsparungen und die Forderungen der GRÜNEN Fraktion Ulm
Anfang dieses Jahres kündigten die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Sparmaßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr an, um dessen Finanzierung langfristig zu sichern. Dazu gehören unter anderem ausgedünnte Taktungen, der Wegfall von Verstärkerfahrten und Einzelfahrten in Randzeiten, Änderungen in der Verkehrsplanung sowie die Entzerrung von Schulanfangszeiten, um Fahrzeuge und Personal effizienter einzusetzen.
Wir haben Verständnis dafür, dass der ÖPNV für die Stadt mit erheblichen Kosten verbunden ist und dass auch das Deutschlandticket dauerhaft finanzierbar bleiben muss. Dennoch ist der öffentliche Nahverkehr kein Luxus, sondern eine zentrale Grundlage für eine funktionierende und lebenswerte Stadt. Ein zuverlässiges und gut zugängliches Angebot ist entscheidend für soziale Teilhabe, Mobilität im Alltag und wirksamen Klimaschutz.
Eine Maßnahme, die wir ausdrücklich begrüßen, ist die Entzerrung von Schulanfangszeiten. Pilotprojekte zeigen, dass angepasste Zeiten nicht nur den ÖPNV entlasten, sondern auch positive Auswirkungen auf Gesundheit und Lernleistung von Schüler*innen haben können. Ebenso sinnvoll sind aus unserer Sicht Maßnahmen wie die Bevorzugung von Bussen und Bahnen an Ampelanlagen sowie die Prüfung von On-Demand-Angeboten, um schwach ausgelastete Strecken weiterhin bedienen zu können.
Die Ausdünnung von Takten oder die Streichung
von Fahrten in die Ortschaften lehnen wir hingegen klar ab. Gerade dort sind
viele Menschen auf einen funktionierenden ÖPNV angewiesen.‚
Unser Ziel muss es sein, den ÖPNV nicht nur zu
erhalten, sondern zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Einsparungen dürfen nicht zu Lasten derjenigen gehen, die am stärksten auf Bus
und Bahn angewiesen sind. Stattdessen braucht es kluge, nachhaltige Lösungen,
die Effizienz steigern und gleichzeitig ein verlässliches und attraktives
Angebot für alle Bürger*innen sichern.