Navigation und Service

Springe direkt zu:

Ulm wächst – wir brauchen Wohnraum für viele, nicht für wenige

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde spät am Abend intensiv über die Zukunft des Bauens in Ulm diskutiert. Auslöser war ein Vorschlag der Verwaltung, bei neuen Baugebieten künftig keine Grundstücke mehr für freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhäuser auszuweisen. Stattdessen sollen mehr Geschosswohnungsbau sowie Reihen- und Kettenhäuser möglich sein, angepasst an die jeweilige Situation im Gebiet.

Klar ist: Ulm wächst. In den kommenden Jahren erwarten wir deutlich mehr Einwohner*innen. Gleichzeitig ist der Boden endlich, auch in einer Stadt mit viel Fläche. Um ausreichend bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen, müssen wir mit unseren Flächen verantwortungsvoll und effizient umgehen.
Freistehende Einfamilienhäuser verbrauchen im Verhältnis viel Fläche und diese fehlt dann für andere. Deshalb ist der Vorschlag der Verwaltung nachvollziehbar: Wir wollen Wohnformen fördern, die flächenschonender und oft auch kostengünstiger sind. Reihenhäuser, Kettenhäuser, moderne Geschosswohnungen, das sind keine Abstriche an Lebensqualität, sondern kluge Alternativen für eine wachsende Stadt.

Was uns Grünen dabei wichtig ist:
✅ Es geht nicht ums Verbieten, sondern ums kluge Planen.
✅ Es geht nicht gegen das Eigenheim, sondern für bezahlbaren Wohnraum für viele.
✅ Und: Es geht nicht über die Köpfe der Menschen hinweg.

Denn völlig zu Recht wurde kritisiert, dass die Ortschaftsräte im Vorfeld nicht ausreichend eingebunden wurden. Auch wenn die Ortsvorsteher an den Planungen beteiligt waren: Transparenz und Beteiligung gehören an den Anfang, nicht ans Ende. Wir setzen uns dafür ein, dass das künftig besser läuft.
Die Debatte wurde vorerst vertagt. Auch, um genau diesen Dialog noch zu ermöglichen.

Für uns Grüne ist klar: Wir wollen eine Stadt, in der alle gut wohnen können, nicht nur die mit dem größten Grundstück.