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Bebauung in Söflingen in Warteschleife geschickt (20.03.2019)

Bild Annette Weinreich

© Annette Weinreich

In der Theorie sind sich alle einig und beteuern, den Mangel an billigem Wohnraum als Problem zu sehen, und dass mehr gebaut werden muss, um Abhilfe zu schaffen. Die Praxis sieht leider etwas anders aus. Nachdem die Mehrheit des zuständigen Ausschusses in der Februar-Sitzung auf die eigentlich geforderten 30% sozialen Wohnungsbau im Areal Karlstraße-Neutorstraße-Wildstraße verzichtete (trotz der Wahlkampfforderung von 50% sozialen Wohnungsbaus ohne Ausnahme), folgte nun der nächste Akt. Gerade mal vier Wohneinheiten, die im Söflinger Maienweg geplant wurden, mutierten in den Augen der FWG, CDU und FDP zur „unzumutbaren Nachverdichtung, die die Nachbarschaft erschlägt“. Der Beschluss, der zunächst im eine Sitzung geschoben worden ist, wurde von diesen drei Fraktionen nun auf unbestimmte Zeit verzögert.

„Natürlich wird der Wohnraummangel Ulms nicht im Maienweg gelöst. Es ist aber leider bezeichnend, dass die Entstehung neuen Wohnraums immer wieder ausgebremst oder durch Verpflichtung zum Bau überteuerter Parkplätze unwirtschaftlich gemacht wird. In aller Deutlichkeit: so geht es nicht. Das Problem des fehlenden günstigen Wohnraums ist lösbar, aber man muss auch den Mut haben, etwas für die Lösung zu tun, auch, wenn es unpopulär ist; Wahlkampf hin oder her“, kommentiert Annette Weinreich.