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Ulm regelt die Kindertagespflege neu (27.03.2019)

Bild Doris Schiele

© GRÜNE Fraktion Ulm

Zusatzausgaben von knapp einer halben Million Euro jährlich – dieses Programm für die Kindertagespflege hat der Gemeinderat in seiner März-Sitzung beschlossen. Auch wenn es gemessen an den anderen Posten der Kinderbetreuung nach gar nicht viel aussieht, ist es gleichwohl ein Paradigmenwechsel, der da eingeleitet wurde.

„Jetzt ist die Bezahlung der Tagespflegepersonen in einem Bereich angekommen, den man als angemessen bezeichnen kann“, kommentiert Doris Schiele. Das ist auch nötig, um die Zahl der aktiven Tagespflegepersonen um mindestens 33% zu erhöhen und damit weitere, dringend benötigte, flexible Betreuungsplätze zu haben. Die Eltern zahlen nach wie vor die Gebühren nach der Ulmer Satzung, für sie ändert sich nichts, die Stadt trägt die Differenz komplett aus Steuermitteln.

Konkret erhalten die Tagespflegepersonen: für die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr 11 Euro/h, bei Kindern von 1 bis 3 Jahre 9 Euro /h, bei Kindern über 3 Jahre 8 Euro/h. Ferner wird ein ergänzender Zuschlag von 2 Euro/h bei nachgewiesenen Inklusionsbedarf, der Betreuung zu ungünstigen Randzeiten (vor 7 Uhr, zwischen 18 und 22 Uhr, sowie an Wochenenden und Feiertagen) sowie bei Übernahme von Vertretungszeiten gewährt. Die Tagespflegepersonen erhalten nun 4 Wochen bezahlten Urlaub im Jahr (bisher gab es nichts) sowie ein umfangreiches Start-, Fortbildungs- und Ausstattungspaket.