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Erfrierungsschutz

Bild von Michael Joukov

© GRÜNE Fraktion Ulm

"Die Stärke einer Gesellschaft, auch die einer Stadt, zeigt sich am besten daran, wie diese mit den Schwächsten umgeht. Daher wird uns dieser Aspekt immer besonders wichtig sein“, erklärt Michael Joukov.

Gerade in der kalten Jahreszeit sind Menschen ohne Unterkunft, die die Angebote der Wohnungslosenhilfe ganz ablehnen oder nur finanzielle Hilfen akzeptieren, besonders gefährdet. Die Zuständigen bei der Stadt und den Hilfsorganisationen haben daher ein umfassendes Programm zusammengestellt, welches wir nachfolgend wiedergeben:

-> Das Übernachtungsheim weist in der kalten Jahreszeit niemanden ab. Reichen die Plätze nicht aus, können im Notfallwohnen kurzfristig zusätzliche Betten in den Gemeinschaftsunterkünften zur Verfügung gestellt werden.

-> Die Bahnhofspolizei lässt in kalten Nächten Wohnungslose, die sich ruhig verhalten, im Bahnhof nächtigen, auch mit Tieren. Die Vorgehensweise wird jedes Jahr zwischen der Bundespolizei und der Stadt Ulm besprochen und vereinbart, so auch in diesem Winter. Bundespolizei und Bahnhofsmission achten auf die wohnungslosen Menschen, die im Bahnhof Unterschlupf suchen und kümmern sich bei Bedarf um sie.

-> Für Bezieher von Tagessätzen (Notlage amtsbekannt) können bei Bedarf Einzelfallhilfen zur Beschaffung von Schlafsäcken, Isomatten oder Gasflaschen zur Beheizung von Gartenhütten gewährt werden.

-> Stark alkoholisierte oder aggressive Menschen nimmt die Polizei in Gewahrsam.

-> Hunde können im Übernachtungsheim nicht aufgenommen werden; bei Bedarf versorgt jedoch das Tierheim die Tiere vorübergehend auch tageweise.

-> Kann ein/e Wohnungslose/r nicht im Bahnhof oder im Übernachtungsheim bleiben, werden an diversen Stellen, insbesondere vom DRK und dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) Schlafsäcke und Rettungsdecken ausgeteilt.

-> Der Kommunale Ordnungsdienst wird jedes Jahr über die Maßnahmen des Erfrierungsschutzes und die Fürsorgepflicht informiert und sensibilisiert. Der KOD spricht Personen gezielt an, verweist auf die Hilfsangebote und verteilt Rettungsdecken und Schlafsäcke auch außerhalb des Bahnhofs. Bei Auffälligkeiten wird die Abteilung Soziales informiert und ggf. die Polizei hinzugezogen.

Nach aktueller Auskunft des KOD gibt es derzeit keine Auffälligkeiten. Die Maßnahmen des Erfrierungsschutzes und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren verläuft gut.